Wie läuft das eigentlich mit dem Amt?


Im letzten Beitrag habe ich die Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes aufgezählt. Durch die letzten Lebensumstände habe ich mich dafür entschieden, zu kündigen und die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

 

Ich habe also meine Kündigung beim Arbeitgeber fristgerecht eingereicht und mich am selbigen Abend noch online bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitssuchend gemeldet. Ja, denn ich bin ja wegen der Kündigungsfrist noch nicht arbeitslos.

 

Insgesamt habe ich zwei Abende gebraucht, um alle Informationen, die das Amt haben möchte, einzugeben. Danach schickt man die Meldung online ab und erhält einige Tage später einen Anruf.

 

Da ich in einem Bürogebäude sitze, wo der Empfang für Handys sehr schlecht ist, konnte ich nicht schnell genug den Anruf annehmen. Es wurde nach kurzem Klingelzeichen aufgelegt. Die Nummer, von der man angerufen wird, kann man nicht zurückrufen. Also habe ich mich bei der Hotline zurückgemeldet. Dieser Schritt ist sehr wichtig, da sonst ein Vermerk gemacht wird, dass man nicht kooperativ oder ähnliches wäre.

 

Ich dachte, bei diesem Rückruf würde ein persönlicher Termin vereinbart werden. Nein. Man wird gefragt, warum man gekündigt hat und zu wann. Diese Informationen hat man ja eigentlich schon online eingegeben. Nach einer gewissen Zeit, also wenn man einen Betreuer zugeteilt bekommen hat, werden in deren System neue Funktionen freigeschaltet, von denen man aber keine Kenntnisse bekommt, wenn man sich nicht regelmäßig einloggt.

 

Die Dame am Telefon wollte mich gleich wieder “abmelden“, da ich ja für eine längere Zeit nicht in Deutschland bin. Hier ist es wichtig darauf zu bestehen, die Unterlagen für die Antragstellung zugeschickt zu bekommen und auf das persönliche Gespräch wegen wichtiger Fragen zu Kranken- und Rentenversicherung etc. zu bestehen.

 

Einige Tage später hatte ich das Formular zugeschickt bekommen, aber keine Einladung. Also kontaktierte ich das Amt nochmals telefonisch. Diese teilte mir mit, dass die Einladung später postalisch erfolgen würde. Die Formulare sollte ich ausfüllen und wenn ich alles beisammen hätte, sollte ich wieder anrufen und einen Termin zur Abgabe ausmachen.

 

Gesagt, getan. Nachdem ich alles ausgefüllt und die Belege zusammen hatte, wollte ich einen Termin zur Abgabe vereinbaren. Die nächste Dame teilte mir mit, dass dies noch nicht möglich sei, da ich mich erst persönlich arbeitslos melden müsste und zwar an dem Tag, wo ich nicht mehr arbeiten muss. Jetzt kommt der Kracher: auf der Homepage des Amtes steht, dass man sich bis zu 3 Monate vor Eintreten der Arbeitslosigkeit persönlich beim Amt melden könne, was ich die ganze Zeit versuche.

 

Wie du siehst, versucht man dich so schnell wie möglich “los zu werden” und dich von A nach B schiebt, weil “keiner für dich verantwortlich” sein möchte. Bei jedem bekommt man auch eine andere Auskunft.

 

Beim persönlichen Gespräch werden einige Fakten “auf den Tisch gebracht” und wichtige Fragen gestellt.

 

Die Antworten, auch zu Sperrfristen, bekommst du dann im nächsten Beitrag.

 

In diesem Sinne: einfach durchhalten!

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