9 Ratschläge für die optimale Bewerbung und 6 Empfehlungen zum Vorstellungsgespräch!


Ich habe mal die Jahre 2014 und 2015 Revue passieren lassen. Über ein Jahr hatte ich nach einem neuen Job gesucht. Zuerst wollte ich von meinem alten Job weg, dann suchte ich einen Anschluss nach meinem Auslandsaufenthalt, um unabhängig vom Amt agieren und somit meine Selbstständigkeit planen zu können.

 

Ein weiterer Aspekt, den ich so nicht bedacht hatte, gab auch den Anstoß, mich mit meiner beruflichen Zukunft ausführlicher auseinanderzusetzen. Der Wendepunkt ereilte mich bei einem Termin beim Arbeitsamt. Die zuständige Sachbearbeiterin teilte mir unverblümt mit, dass ich ja eine junge Frau in einem Alter sei, wo der Kinderwunsch sehr stark ausgeprägt sein könnte. Das diese Frage auch im Vorstellungsgespräch, obwohl diese tabu sein sollte, mir oft gestellt wurde, zeigt mir auch, dass die Arbeitswelt noch in den alten Gesellschaftsstrukturen festhängt.

 

Da ich mich eine lange Zeit mit Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen beschäftigen musste, erhältst du hier wichtige Tipps, falls du gerade auf der Suche nach einem neuen Job sein solltest:

 

Am Anfang habe ich natürlich auch Fehler gemacht, aber mit der Zeit sammelt man seine Erfahrungen. Ebenfalls habe ich mir professionelle Hilfe in Form eines Bewerbungscoachings geholt.

 

So ist es auch heute üblich, dass eine Bewerbung meistens nicht mehr postalisch erfolgen soll. Die Bewerbung per E-Mail wird immer beliebter und verbreiteter.

 

Daher folgen hier nun meine 9 Ratschläge für eine Online-Bewerbung:

  1. Erstelle dein Persönlichkeitsprofil:

    Was machst du gerne? Was geht für dich gar nicht?

    Liste deine Qualifikationen auf. Nenne darin deine Berufsausbildung, Studium, Auslandsaufenthalt, Zusatzqualifikationen, Sprachen und Ehrenamt etc.

    Mache dir auch Gedanken über deine Zukunft. Strebst du eine bestimmte Position an? Möchtest du dich weiterbilden? Sind deine Hobbies für einen Beruf von Vorteil oder dienen sie als Ausgleich für deine Arbeit?

    Hast du alles zusammengestellt und die Fragen ehrlich beantwortet, hast du einen guten Überblick über dich selbst und deinen Weg. So erreichst du dein gesetztes Ziel.

  2. Stellensuche im Internet:

    Nehme dir dein PC, Laptop, Tablet oder sonstiges Gerät zur Hand und suche über deine favorisierte Suchmaschine nach Jobbörsen, Stellenangeboten oder Unternehmen, die du bereits kennst und magst.

    Suchen kannst du auch nach der Branche, die dich fasziniert. Lege dir ein Profil an und erstelle dir entsprechend den Gegebenheiten des Stellenportals einen Jobagenten, der dir täglich, wöchentlich oder monatlich die neuesten Stellen, die deinen Kriterien entsprechen, zusendet.

  3. Werte das Stellenangebot für dich aus:

    Jedes Angebot enthält ähnliche Informationen, mal mehr oder mal weniger.

    Darin findest du Auskunft über das Unternehmen, die angebotene Stelle mit Schwerpunkten, die Anforderungen an den Job und den Mehrwert für Mitarbeiter oder warum es sich lohnen könnte, dort zu arbeiten.

    Passt dein Profil weniger als 70 % zu der Anzeige, solltest du davon Abstand nehmen.

  4. Zeige dich von deiner besten Seite -  das Bewerbungsfoto:

    In Deutschland ist das Foto leider immer noch ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung und auch mit der erste Türenöffner.

    Nehme daher einige Euros in die Hand und lasse dir in dem Fotostudio deines Vertrauens ein professionelles Foto erstellen. Beachte, für welche Stellen und/oder  Branchen du die Bewerbung anfertigen möchtest. Meistens sollte es businesslike sein.

    Experimentiere dabei auch etwas und sei offen für Neues.

  5. Die Unterlagen als PDF-Datei:

    Die Mappe solltest du als PDF-Datei abspeichern. In diesem Format können weder von dir noch von Dritten Änderungen vorgenommen werden.

    Bei meinem Bewerbungscoaching habe ich gelernt, dass man 2 PDF-Dateien anfertigen sollte. Die erste enthält das Deckblatt mit Anschreiben und Lebenslauf. Die zweite ist demnach für die Zeugnisse sowie deine vielen erworbenen Zertifikate reserviert.

    In den E-Mail-Text schreibst du eine kurze Einleitung mit Bezug auf die Stelle. Auf keinen Fall soll hier dein Anschreiben rein.

  6. Bewerbungen über das Bewerbungsportal der Unternehmen:

    Häufig habe ich schon die Formulare über die Unternehmensportale ausfüllen müssen.

    Oft musst du dich auch dort registrieren, also merke dir deine Daten gut oder schreibe sie auf.

    Fülle die Pflichtfelder aus, wenn möglich auch die freiwilligen. Du hast ja schließlich nichts zu verbergen. Lade deine Unterlagen wie vom Unternehmen gewünscht hoch.

    Wenn du nun auf "Senden" oder "Speichern" klickst, ist die Bewerbung auch schon ans Unternehmen geschickt worden.

  7. Das "perfekte" Anschreiben:

    Nach dem Foto ist das Anschreiben ebenfalls ein Türoffner ins Unternehmen.

    Daher sollte es folgende Briefelemente enthalten:

    Briefkopf mit Absenderangaben, personalisierte Empfängeradresse, Ort, Datum, Betreff (Die Stelle, auf die du dich bewirbst und wo du sie gefunden hast.), personalisierte Anrede, deinen Text, Grußformel, Unterschrift mit Vor- und Zuname sowie der Hinweis auf Anlagen.

    Hierbei ist für den Text die AIDA-Formel sehr wichtig. A steht für Attention, I für Interest, D für Desire und A für Action.

  8. Genauso wichtig - der Lebenslauf:

    Hier beginnst du mit deinen persönlichen Daten, dann folgt die Berufserfahrung beginnend mit deinem bisherigen oder letzten Arbeitgeber, Studium und Ausbildung, Weiterbildungen, ggf. Ehrenamt, weiteren Qualifikationen, persönliche Interessen.

    Du zählst alles in chronologischer Reihenfolge auf und beginnst bei deinen letzten erworbenen Qualifikationen oder Weiterbildungen.

    Am Ende den Ort und das Datum keinesfalls vergessen.

  9. Nachweise und nochmals Nachweise - die Zeugnisse und Zertifikate:

    Leider hat in Deutschland ein erworbener Schein, ein Zertifikat oder Zeugniss immer noch große Bedeutung.

    Diese dürfen als Anlage also nicht fehlen und du ordnest diese genau wie deinen Lebenslauf in dieser chronologischen Reihenfolge.

Hast du nun auf deine Bewerbung eine positive Rückmeldung erhalten, hast du schon mal einen Schritt in deinen neuen Job geschafft.

 

Aber es lauert noch eine andere Gefahr - das Vorstellungsgespräch. Damit du das auch noch erfolgreich über die Bühne bringen kannst, habe ich noch 6 Empfehlungen für dich:

  1. Die Unternehmensrecherche:

    Informiere dich über deinen neuen potentiellen Arbeitgeber und lese dir die Homepage durch. Notiere dir wichtige Details. Suche in der Suchmaschine nach weiteren Informationen. Ein Blick ins Handelsregister kann auch nicht schaden.

  2. Das Outfit und dein Auftritt:

    Wie das Foto ist dein Aussehen der erste Eindruck, den dein Gesprächspartner von dir erhält. Trete daher gepflegt auf und trage Hose, Bluse/Hemd und Blazer. Achte auf saubere Schuhe.

  3. Deine Persönlichkeit:

    Sei offen, freundlich, leicht zurückhaltend und versuche deine Nervosität nicht zu offen zu zeigen. Übe dich im Small Talk. Dieser kann dir bei Pausen im Gespräch o. ä. sehr hilfreich sein.

  4. Habe eine positive Körpersprache:

    Begrüße deinen Gesprächpartner mit einem starken Händedruck, lächle während des Gesprächs, nicke, halte Augenkontakt, wechsle ihn bei mehreren Gesprächsteilnehmern. Achte darauf, dass du nicht zu viel und zu wild mit deinen Händen gestikulierst. Lege sie bequem auf den Tisch und nutze sie gezielt beim Sprechen.

  5. Dein roter Faden:

    Merke dir deine wichtigsten Eckdaten von deinem Lebenslauf. Mache dir deine Stärken und Schwächen bewusst.

  6. Bereite dich auf die Standardfragen vor:

    Suche nach diesen im Internet, beantworte diese für dich, schreibe deine Antworten auf und lerne sie auswendig, damit du zügig und selbstbewusst auf diese im Gespräch antworten kannst.

Mit dieser "Anleitung" sollte es leichter sein, an deinen Traumjob zu kommen. Dennoch können Absagen in dein Postfach flattern.

 

Aufgeben gilt dabei nicht, lasse den Kopf nicht hängen. Raffe dich wieder auf und schreibe neue, vielleicht noch bessere und effektivere Bewerbungen als vorher. Auch wenn es dich nach einiger Zeit frustriert. Experimentiere und probiere neue Formulierungen aus.

 

Dann musst du nur noch ganz fest an dich und deine Fähigkeiten glauben.

 

Ich drücke jedenfalls alle Daumen, die ich besitze.

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