Schnorcheln und unter Tage...


Tag 35 - 03.05.2015

 

 

Der Wecker klingelt heute sehr früh. Wir quälen uns aus dem Bett, anziehen und der Toilettengang darf natürlich nicht fehlen.


Nach der Ankunft in Roslyn Bay, wo die Fähre zu den Great Keppel Islands abfährt, stärken wir uns für den anstehenden Tag. Auf dem Parkplatz beobachten wir ein Pärchen mit einem Camper. Die beiden scheinen verschiedene Sachen zu suchen. Kein Wunder, bei dem Chaos, der im Inneren des Wagens herrscht. Es stellt sich auch heraus, dass das Deutsche sind.


Die Fähre legt gleich ab. Wir nehmen im unteren Bereich Platz, da wir genug Sonne heute noch haben werden. Die Überfahrt dauert 30 min. In dieser Zeit lesen wir und freuen uns auf das bevorstehende Abenteuer.


Auf der Insel angekommen, erfragen wir die besten Schnorchelgebiete. Ein Fußmarsch über Stock und Stein von 20 min bringt uns ans Ziel. Wir erspähen eine kleine einsame Bucht. Herrlich. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und genießen die Wellengeräusche.


Dann gehen wir in Richtung Wasser und setzen unsere Brille und Schnorchel auf. Vorsichtig wagen wir uns ins kühle und erfrischende Nass. Das Atmen fällt noch etwas schwer. Es klingt sehr nach Darth Vader. Aber man gewöhnt sich schnell daran. Wir sichten Zebrafische und Korallen. Es ist wie in einer kleinen Zauberwelt und sehr spannend.


Da das ganze doch sehr anstrengend ist, begeben wir uns an den Strand, um Kraft zu tanken. Wir warten bis die Sonne uns getrocknet hat. Wieder geht’s ins Meer zur Erkundung einer anderen Stelle. Hier tummeln sich mehrere Fischschwärme. Sieht wie ein Aquarium aus, nur größer. Es macht immer mehr Spaß.


Nach der zweiten Runde cremen wir uns erneut ein. Für den Tag haben wir uns Brote vorbereitet, die nun sehr munden. Die Zeit auf der Insel wird knapper. Gegen 15:30 Uhr legt die Fähre wieder ab. Wir entscheiden uns, ein letztes Mal im Wasser abzutauchen. Dieses Mal kann ich einen Rochen sehen, der doch sehr groß ist. Als ich ihn Markus zeigen möchte, ist er leider schon verschwunden. Dafür sieht er Fische und Krebse.


Zum Abschluss gibt es noch ein Bier, XXXX Gold, und einen Eiskaffee. Die Fähre legt wieder ab und wir nähern uns dem Festland.


Wir spülen das Salzwasser von unserem Körper und unseren Sachen. Zurück in Rockhampton sitzen wir beim Goldenen M und skypen.


Fertig und glücklich schlafen wir diesmal sehr schnell ein.

 

Tag 36 – 04.05.2015


Markus möchte nach Saphiren und anderen Edelsteinen suchen. Unser nächstes Ziel führt uns ins Landesinnere und somit ein Stück ins Outback. Eine lange Fahrt wird es werden. Die Temperatur steigt merklich an. Die trockene Hitze ist nichts für unsere Gemüter. Aber da müssen wir jetzt durch.


In Emerald angekommen suchen wir das Informationszentrum auf. Hier erhält Markus alle Informationen und Unterlagen, die er benötigt. Morgen soll es also in die Mine gehen.


Wir schauen uns in Emerald um, machen unsere Einkäufe und stellen fest, dass hier nicht wirklich viel los ist. Man staunt, dass es hier ein Kino gibt, aber das hat montags und dienstags geschlossen. Verstehe das einer, wer will. Ansonsten gibt es hier Supermärkte, eine Bibliothek und, was sonst, McDonald's. In der Bibliothek lassen wir uns nieder. Recherchen ein wenig und checken E-Mails.


An unserem Schlafplatz angekommen, entdecken wir eine Kängurumutter mit Kind im Beutel. Nach Herbert, dem Koala, unser erstes Känguru, eigentlich zwei, in freier Natur. Berta hopst mit ihrem Kind Alma davon. Wir scheinen es wohl erschreckt zu haben. Aber einen kleinen Blick konnten wir zum Glück auf die beiden erhaschen.


Nach Mau-Mau-Runden und Lesen schlafen wir langsam ein. Wir malen uns aus, welche wundervollen Steine wir morgen wohl finden werden...

 

Tag 37 – 05.05.2015


Heute führt unser Weg von Emerald nach Sapphire und Rubyvale. Nach 1 h erreichen wir unser Ziel. Leider haben wir nun wirklich gemerkt, dass wir uns im Outback befinden, da doch einige Tote Kängurus und Wallabys am Wegesrand zu sehen waren.


Unser erster Stopp ist die Heritage Mine. Wir nehmen an der Führung teil, welche pro Person 20,00 AUD (= ca. 13,00 EUR) kostet. Das wir an diesem Tage die jüngsten Teilnehmer sind, brauchen wir nicht zu erwähnen.


In der Mine ist es richtig angenehm kühl. Wir erfahren, wann sie entstanden ist und wer der erste Gräber war. Wir fühlen uns wie in Moria und warten jeden Moment darauf, dass Gimli um die Ecke huscht. Bevor diese Mine eine Touristenmine wurde, baute man hier die Edelsteine ab, die man gefunden hatte. Einige befinden sich sogar noch in den Gesteinen, leider durch Gitter geschützt. Wir können hier aufrecht gehen, aber die früheren Tunnel glichen denen von Wombatsen. Der Tunnel wird immer länger und plötzlich fliegt eine Fledermaus über unseren Köpfen herum. Ich dachte, dass Transsylvanien einige Kilometer entfernter ist...


Circa 1 h dauert die interessante Führung. Im Shop sehen wir uns noch um und entdecken viele schöne Juwelen. Ich lerne, dass mein Geburtsstein der Opal ist und Markus hat Aquamarine. Wir bedanken uns für die nette Führung und die vielen Informationen.


Nun möchte Markus sein Glück versuchen. Wir fahren durch den Ort und landen bei Willy's Wash. Ein sehr lustiges Örtchen. Er erklärt uns, wie alles funktioniert und worauf wir achten müssen. Willy erinnert mich doch sehr an Piti Platsch. Ursprünglich kommt er aus England und hat vor Rubyvale 15 Jahre in Rockhampton gelebt. Er selbst wäscht auch Steine und hat einige tolle Exemplare gefunden.


Wir versuchen unser Glück und werden fündig. Schnell haben wir den Dreh raus. Ich finde einen kleinen, aber wunderschönen blauen Saphire. Markus findet auch einige tolle kleine Edelsteine. Nach getaner Arbeit begutachtet Willy unseren Fund. Zwei Steine können wir zu Juwelen verarbeiten lassen: ein grüner und ein blauer Saphire. Die anderen nehmen wir auch mit. Die ganze Angelegenheit hat Spaß gemacht und 20,00 AUD gekostet.


Mir geht die eine Opalkette nicht mehr aus dem Kopf. Also geht’s zurück zur Mine. Sie ist noch da. Ich freue mich und erwerbe einen dreifarbigen Opal mit drei weiteren kleinen weißen Steinchen für 45,00 AUD (= ca. 30,00 EUR).


Nun geht’s wieder zurück nach Emerald. Heute gibt’s mal Rührei zum Abendbrot. Für mich sogar mit Salami. :-) Noch ein kurzer Besuch der Bibliothek, bevor wir uns wieder in Richtung Küste machen. Wir verbringen die Nacht in Moranbah und erspähen in der Dunkelheit ein Wallaby.

 

Tag 38 – 06.05.15


Wieder geht’s früh raus, da wir heute noch eine lange Strecke vor uns haben. An einem Rastplatz halten wir an und frühstücken. Die Ameisen sind hier sehr lästig. Und die Fliegen, die wird man nicht los.


Während Markus fährt lese ich und bin für die Musik zuständig. Die haben hier schon witzige Radiosender. Auf dem Rückweg von Rubyvale nach Emerald haben wir doch tatsächlich einen türkischen Sender empfangen. Wir haben schon etwas komisch geschaut. Meistens wird jedoch gute Musik aus den 1960ern, 1970ern und 1980ern gespielt. Teilweise auch die aktuellen Songs. Und dann gibt es noch Sprechzeiten, wo nur gelabert wird. Hier versuche ich einen Sender mit Musik zu empfangen, was nicht so einfach ist, da die sich anscheinend abgesprochen haben...


In Mackay angekommen, stoppen wir natürlich an einem Informationszentrum. Wir fragen nach öffentlichen Stränden, denn wir haben gelesen, dass hier Krokodile, giftige Rochen und Quallen sind.

 

Hier gibt es aber ein Schwimmbad, das kostenfrei ist. Blue Lagoon nennt sich das. Nach dem Outback, wo 38 Grad waren, und auch heute, benötigen wir dringend eine Abkühlung. Wir fahren zu den ungefährlichen Stränden, aber irgendwie schwimmt da keiner. Also entscheiden wir uns für die Blue Lagoon. Es ist wirklich eine wunderschöne Anlage und kaum Besucher. Sehr entspannend. Das gute ist ebenfalls, dass hier Duschkabinen vorhanden sind. Wir erfrischen uns und es ist wirklich herrlich nach der ganzen Hitze.


Danach geht’s zum Duschen. Der Körper wird wieder hergerichtet. Wir haben Hunger. Leider ist es zu windig, aber zum Glück gibt’s nebenan ein Einkaufszentrum. Falafel ist mal wieder unsere Wahl. Es schmeckt einfach. Wenn man die ganze Zeit an der frischen Luft ist und sich bewegt, hat man einfach Hunger.


Wir schlendern noch etwas durch die Shops. Irgendwie verspüren wir die Lust auf Kaffee. Markus hat zum Glück ein Schild gesehen: 1,00 AUD Kaffee bei Hungry Jack's. Juhuuu. Nun ist Hungry Jack's unsere neue 7eleven.


Bei McD's arbeiten wir noch etwas, bevor auch dieser Tag zu Ende geht.


Tag 39 – 07.05.15


Die schmutzige Wäsche hat sich mal wieder angesammelt. Also geht’s zum örtlichen Waschsalon. Der hat auch noch Ansprüche, was die Bezahlung angeht: 2x2,00 AUD und 1x1,00 AUD. Ich wechsle zwei 1-Dollarmünzen in eine 2-Dollarmünze. Während die Waschmaschine arbeitet, machen wir uns für den Tag startklar.


Nach dem Wäscheaufhängen geht es zu unserem nächsten Ziel, dem Eungella National Park. Wir halten als erstes am Sky Window Loockout an. Das ist der kürzeste Lauf, den wir bisher hatten. Auf dem Parkplatz treffen wir Deutsche, die uns diesen Tag verfolgen werden.


Nun wollen wir das berühmte und scheue Schnabeltier sehen. Im Broken River soll es wohnen. Also machen wir uns auf den Weg dorthin. Wir müssen sehr geduldig sein. Wir warten und warten, aber kein Schnabeltier zu sehen. Markus ist ganz enttäuscht. Wir gehen zurück und kommen an einem Kiosk vorbei. Hier sehen wir uns um. Ich entdecke auf dem Rückweg zum Auto einen weiteren kleinen Weg. Markus möchte eigentlich dort nicht lang, aber ich setze mich durch. Wir kommen an einer Brücke vorbei und dahinter befindet sich eine Plattform, wo man auf den Fluss schauen kann. Zuerst entdecken wir nur Schildkröten, auch eine kleine können wir sehen. Es ist heiß. Markus macht sich bereit zum Gehen, als wir plötzlich im Fluss kleine Wellen ausmachen. Wir sehen genauer hin und entdecken ihn: das Schnabeltier. Das Warten hat sich wirklich gelohnt. Wir schießen einige Fotos und strahlen über das ganze Gesicht.


Wir wollen nicht rasten, also fahren wir zum Finch Hotton Gorge. Hier gibt es Wasserfälle, in denen man schwimmen kann. Der Weg dorthin ist nicht gerade einfach. Kleine Bäche müssen mit dem Auto durchquert werden. Wir entscheiden uns für die Araluen Cascades. Ein Weg führt durch den Wald und nach 30 min kommen wir am Wasserfall an. Im Moment ist dort kein weiterer Besucher. Wir sind also allein. Mir ist etwas kalt. Markus traut sich und springt ins kühle Nass.

 

Nach diesem tollen Erlebnissen nutzen wir noch die lange Öffnungszeit der Bibliothek und verbringen dort einige Zeit. Auf dem Weg zum Auto entdecken wir noch ein Possum, welches einen Baum hochklettert. Sehr flink der kleine. Diese wundervollen Eindrücke müssen wir heute Nacht verarbeiten.


Tag 40 – 08.05.2015


Im Reiseführer haben wir gelesen, dass man in Airlie Beach, genauer im Cape Hillsborough National Park in den Morgenstunden Kängurus am Strand beobachten kann. Daher klingelt der Wecker heute sehr früh. Gegen 05:15 Uhr müssen wir raus. Zum Glück hat da schon McDonald's offen.


Wir erreichen den Park nach ca. 1 h Fahrt. Die Sonne geht langsam auf. Auf dem Parkplatz entdecken wir die ersten Kängurus. Schnell geht’s zum Strand. Schon entdecken wir eine Traube von Menschen um die Kängurus in der Ferne. Wir laufen durch den doch noch kalten Strand, um die Tiere von nahem zu sehen. Einige kommen uns bereits entgegen, sodass wir sie am Strand entlang hüpfen sehen können. Es sieht einfach zu witzig aus. Es ist wirklich erstaunlich, wie nah man ihnen kommen kann. Sie kommen sogar von selbst auf einen zu und posieren, damit man auch tolle Fotos schießen kann.


Nun geht’s nach Airlie Beach. Der erste Halt ist mal wieder ein Informationszentrum. Da wir hier nahe am Great Barrier Reef sind, wollen wir die Preise für Touren checken. Georgie hilft uns dabei. Sie erzählt uns auch noch von den Babykrokodilen, die sie erst kürzlich auf einer Tour gesehen hat. Sie zeigt uns sogar ein Foto. Wir bekommen zu viele Infos und überlegen uns, welche Tour wohl die beste und günstigste ist.


Später erkunden wir noch die Promenade von Airlie Beach und einen weiteren Küstenlauf. Wir finden, hier sieht es wie in St. Tropez aus.

Der eigentliche Wasserfall - Cedar Creek Falls
Der eigentliche Wasserfall - Cedar Creek Falls

 

Wir haben die Küste erlaufen und sind geschafft. Auf geht’s zu McDonald's. Wir müssen ja die weiteren verpassten Folgen der heuteShow anschauen. Müde fahren wir nach Proserpine.


Tag 41 – 09.05.2015


Heute nutzen wir die Morgenstunden, um in der Bibliothek zu recherchieren. Wir checken die freien Campingplätze und natürlich die Touren zum Great Barrier Reef. Es ist nicht einfach, eine Entscheidung zu fällen, da die Preise doch sehr heftig sind. Aber wir wollen schnorcheln. Ocean Rafting bietet eine Tour um Hook Island an, wo an zwei Spots haltgemacht wird. Die Tour nennt sich Northern Exposure. Diese buchen wir noch heute im Büro für morgen.


Georgie vom Informationszentrum hat uns die Cedar Creek Falls empfohlen. Nach dem Bibliotheksbesuch fahren wir dort hin. Der Weg zum Wasserfall ist sehr kurz. Und der Wasserfall ist, naja, nicht da, weil in letzter Zeit kein Regen fiel, also ein trockener Wasserfall.


Enttäuscht machen wir uns auf den Weg zum Conway Beach. Dieser ist leider auch keine Augenweide, vielleicht liegt es auch an der vorherrschenden Ebbe. Wir spazieren noch etwas am Strand entlang und können in der Ferne einen Kite-Surfer beobachten. Wir müssen noch einige Lebensmittel einkaufen. Also geht's zurück zu Airlie Beach. Da die Orte hier sehr klein sind, kann man leider nicht am Straßenrand parken. Wir buchen daher eine Nacht im Seabreeze. Hier nehmen wir noch eine heiße Dusche und lesen.


Es geht früh ins Bett, da wir morgen wieder früh raus müssen, um das Great Barrier Reef näher betrachten zu können...

Einmal Outback und zurück... (Quelle: Google Maps)
Einmal Outback und zurück... (Quelle: Google Maps)
Unser erster Schnorchelspot... (Quelle: Google Maps)
Unser erster Schnorchelspot... (Quelle: Google Maps)

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Kommentare: 3
  • #1

    Mama Karin und Holger (Montag, 11 Mai 2015 18:56)

    ...na zum Glück sind nur die Wasserfälle ausgetrocknet....Ihr seht dagegen frisch und (nach wie vor) Abenteuerlustig aus. Gut so, denn auch diesmal war es wieder sehr spannend, Euren Reisebericht der Woche zu lesen (zumal wir diesmal nicht skypen konnten). Wir wünschen Euch eine weitere spannende Woche mit Chaos-Deutschen, leeren Orten, "lustigen" Tierchen und "Schätzen". Mama und Holger
    ....und noch ein Tipp für Dich mein Sohnemann: sei nicht immer so ungeduldig...und höre (am besten immer !!!) auf Franzi (grins), denn nur Franzis Geduld (und ihrem Durchsetzungsvermögen) hast Du zu verdanken, dass Du das Schnabeltier überhaupt zu Gesicht bekommen hast. An Dich meine liebe Franzi: setze Dich weiterhin durch (Bellmänner sind mitunter "sture" Männer)

  • #2

    Basti, Luisa und Steffi (Donnerstag, 14 Mai 2015 09:22)

    Hallo ihr beiden...Wahnsinn diese TOLLEN BILDER....wir sind immer wieder aufs Neue begeistert und verfolgen gespannt was ihr alles erlebt. Sogar Luisa schaut mit großen Augen eure Bilder auf dem Laptop an ☺.VLG von allen

  • #3

    Mama (Sonntag, 17 Mai 2015 12:23)

    Toll einfach nur toll!!!!!