Auf den Spuren des Entdeckers Australiens...


Tag 56 – 24.05.2015


Am heutigen Sonntag findet in Port Douglas ein Markt statt. Wir sind bereits früh aufgestanden, sodass wir relativ früh angekommen. Wir finden gleich einen Parkplatz.


In der Touristeninformation verschaffen wir uns einen Überblick und fragen, wo der Markt stattfindet. Am Ende der Hauptstraße finden wir ihn. Der Markt ist ziemlich groß. Wir schlendern also und schauen uns die tollen Stände an. Hier gibt es ganz viele tolle Sachen, leider sind die meisten sehr zerbrechlich oder zu groß, um diese mit nach Deutschland nehmen zu können. Sehr schade.


An einem Stand gibt es einen Anhänger mit der Mondphase an dem Tag deiner Geburt. Das ist sehr interessant. Dieser Stand könnte sich auch auf dem WGT oder M'era Luna befinden. Ich gebe mein Geburtsdatum an und sehe nun, wie der Mond an diesem Tag am Himmel stand. Der Anhänger leuchtet im Dunkel, wenn er tagsüber durch das Sonnenlicht aufgeladen wurde. Die Kette ist wunderschön und so landet sie an meinem Hals. Der Verkäufer empfiehlt uns noch die Artistikshow, die gleich beginnt.


Wir suchen uns einen guten Platz. Jacob und Sophie, also Dream State Circus, legen auch gleich humoristisch mit ihren Kunststücken los. Die beiden zeigen tolle Kunststücke und interagieren mit dem Publikum. 45 min dauert die Vorführung. Am Ende geben alle eine Spende, die sie vertreten können. Sehr beeindruckend die beiden.


Die Marktstände haben wir nun alle gesehen, daher laufen wir noch zur nächstgelegenen Aussicht. Wir sind die einzigen, die laufen. Alle anderen fahren den Berg hoch. Dort angekommen, hat man einen tollen Blick auf den 4-Meilen-Strand.


Wir sitzen auf der Bank, als plötzlich ein großer Bus mit älteren Herrschaften ankommt. Schnell suchen wir das Weite. Es ist windig, also schlechte Bedingungen zum Kochen, und wir verspüren etwas Hunger. Wir schauen uns die verschiedenen Lokalitäten mit den Preisen an. Kaum haben wir uns für eines entschieden, heißt es: Die Küche schließt. Irgendwie erinnert mich das an einen Harzausflug, als es nach 20:00 Uhr nichts mehr zu essen gab...


Schließlich landen wir bei Dave's Takeaway und Fish 'n' Chips. Dabei wollten wir doch mal was anderes probieren. Es ist auf jeden Fall sehr lecker. Dann nutzen wir die restlichen Lichtstrahlen und setzen uns an die Pier. Langsam geht die Sonne unter und es wird Zeit zum Skypen.

 

Da es hier weder McDonald's, KFC oder Hungry Jack's gibt, unser mobiles Internet keinen Empfang hat, scheint es eine Herausforderung zu sein, eine Internetverbindung herstellen zu können. An den Telstratelefonzellen empfängt man WiFi. Doch es sind einige Restaurants um uns herum, sodass wir die Meldung erhalten, der Spot wäre voll und wir sollten es doch später noch einmal probieren. Wir fahren einige Meter weiter und siehe da: Wir können das WiFi hier nutzen.


Im Anschluss fahren wir noch zu einem unserer Stammrastplätze und lassen den Tag ausklingen.


Tag 57 – 25.05.2015


Heute empfängt uns der Tag mit Wolken und Regenschauern. Also entschließen wir uns, die nächstgelegene Bibliothek anzusteuern. Im Stadtteil Smithfield werden wir fündig.


Hier gibt es auch freien W-LAN-Empfang. Ich mache mich an die Arbeit zum Blog. Plötzlich gibt es keine Internetverbindung mehr, da das Datenvolumen erreicht wurde. Toll, mitten bei der Arbeit. Also beschäftigen wir uns noch mit unseren Büchern.


Wir wollen beim „Goldenen M“ die restlichen Arbeiten vollenden. Leider scheint dies nicht möglich zu sein. Die W-LAN funktioniert muss sich deaktiviert haben. Wir haben keinen Schimmer, wie A das passieren konnte und B wie man das behebt. Also zurück zur Bibliothek und einen Internetzugang für 1 h käuflich erwerben. Es wird gegoogelt und ausprobiert, bis wir herausgefunden haben, dass es mit einer Tastenkombination sehr einfach zu beheben ist.


Das gleiche Spiel von vorn: McD'S, Bilder hochladen, neue Raststätte suchen, Kaffee kaufen und weiter bis zum Rifle Creek in Richtung Cooktown fahren.


Am heutigen Tag sind wir irgendwie früh geschafft. Vielleicht liegt es am drüben Wetter, vielleicht auch an der langen Zeit auf Achse oder von gestern, als wir den ganzen Tag auf den Beinen waren und nur wenig Pausen eingelegt hatten. Es wird daher noch etwas gelesen und den Deutschen Nachbarn gelauscht, bevor wir auch hinter diesem Tag ein Häkchen setzen können.


Tag 58 – 26.05.2015


Wir nutzen die Chance und duschen. Auf diesem Rastplatz gibt es sogar eine. Bezahlt wird per Spende. Nach dem Frühstück machen wir uns auf dem Weg zum nördlichsten Punkt unserer Reise und benannt nach dem Entdecker von Down Under: Cooktown.


Die Fahrt ist lang und nicht so spannend. Die Straße schlängelt sich durch die Berge und die Einöde. Man ist wirklich auf sich gestellt. Man kann nur hoffen, dass man hier ohne Empfang nicht liegen bleibt. Radio hören ist unmöglich. Man muss aufpassen, dass keine Kühe die Straße überqueren. Eine tut es sogar direkt vor unserem Auto. Von rechts nach links. Die traut sich was.


Orte findet man hier selten. An meinem halten wir an, genauer Palmer River, holen noch etwas Benzin. Wir sind ungefähr 60 km von Cooktown nur noch entfernt. Während der Fahrt lese ich mein Buch und versuche Radiosignale zu empfangen.


Wir erreichen unser Ziel und fahren gleich zum Informationszentrum. Wie wir feststellen, ist Cooktown nicht gerade groß und so viel kann man hier auch nicht machen. Also laufen wir durch den Botanischen Garten und finden einen Weg zur Finch Bay. Den laufen wir nun entlang und kommen so ans Meer.


Wir verweilen etwas, nur der Wind ist zu stark und wir fühlen den Sand zwischen den Zähnen. Danach fahren wir zu einem Aussichtspunkt und verschaffen uns einen Überblick über die Stadt.

 

Dann geht’s zur Pier. Zu Fuß erkunden wir die Stadt, zuerst die Pier, dann die „Einkaufsstraße“. Wir unterhalten uns mit der Inhaber des Souvenirladens, welcher auch der einzige in der Stadt ist. Ansonsten findet man nur Hotels, Restaurants und Cafés sowie Campingplätze. Da wir nicht wissen, zu welchem wir fahren sollen, halten wir an der Bibliothek an und fragen den guten alten Onkel „Google“. Schnell machen wir einen ausfindig und nutzen die letzten Stunden, um noch im hellen zu kochen. Auf dem Platz finden wir sogar einen Fernseher. Ich schalte ihn an. Wir schauen uns das gute alte „Familien Duell“ in der australischen Version an. Sehr lustig, dass diese Show hier noch existiert.


Zum Schluss lesen wir noch und spielen wieder mehrere Runden Mau-Mau, bevor wir uns ausruhen.


Tag 59 – 27.05.2015


Heute wollen wir mehr über James Cook erfahren und besuchen daher das Museum. Zuvor nutzen wir noch die Gelegenheit und waschen einige unserer Klamotten mit dem Scrubberbag. Nach dem Aufhängen der Wäsche verlassen wir den Campingplatz.


Am Museum angekommen, bezahlen wir den Eintritt und wandeln auf den Spuren von James Cook. Hier ist der Anker und eine Kanone seines Schiffes Endavour ausgestellt. Captain Cook stoppte in Coowtown, weil sein Schiff zuvor auf ein Riff aufgelaufen ist und repariert werden musste. Wir erfahren etwas über die Reaktion der Einheimischen auf die Fremden. Ebenso wie die Seemänner die Tiere des Kontinents gesehen und genannt haben. Sehr lustig und interessant. Leider erfahren wir nicht mehr über den Seefahrer.


Stattdessen finden wir noch etwas zur Geschichte der ursprünglichen Nutzung des Gebäudes als eine Nonnenschule, erfahren etwas über den damaligen Goldrausch, die Geschichte der Einheimischen und neuen Siedler aus Asien.


Am Ende finden wir noch Puzzle, die eigentlich für Kinder gedacht waren. Wir machen diese dennoch und finden es sehr spaßig.

 

Nach dem Aufenthalt fahren wir wieder zurück in die Zivilisation. Da Cairns ungefähr 300 km entfernt ist, machen wir am Riffle Creek wieder halt. Dieses Mal am späten Nachmittag. Hier sitzen wir noch draußen, ruhen uns etwas aus, lesen, spielen Karten und ich schreibe die letzten Tage für den Reiseblog auf. Morgen freuen wir uns wieder auf die Zivilisation und Internetempfang.


Tag 60 – 28.05.2015


Vom Riffle Creek geht es nun wieder in Richtung Cairns. Während der Fahrt beginne ich mein neues Buch, das bisherige Schaffen von Dave Grohl (Foo Fighters). Sehr interessant und lehrreich. Man muss einfach nur wollen.


Zwei Tage ohne die Möglichkeit der Nutzung von Internet, ist nicht so einfach, wenn man aufgrund der Arbeitssuche darauf angewiesen ist. Also ist der nächste Halt die Bibliothek. Man fühlt sich hier schon recht heimisch.


Je näher man an die Küste kommt, desto windiger wird es. Es ist daher nicht ganz so einfach, Essen zuzubereiten. Also müssen wir uns auf die Suche danach machen. In Trinity Beach finden wir einen Kebab. Der Inhaber erzählt uns, dass er seine Schwester hier in Australien besucht hatte, die ebenfalls einen Kebab besaß, und es ihm hier gefiel. Also ist er geblieben und hat seinen eigenen eröffnet.


Wir haben noch etwas Zeit, also nutzen wir diese, um das nächstgelegene Shoppingzentrum zu erkunden. In einem Buchladen fragen wir, ob man irgendwo Bücher verkaufen kann. Sie nennt uns zwei Adressen. Danach kommen wir an einem Stand des Australischen Roten Kreuzes vorbei und werden prompt von dem blonden jungen Mann angesprochen. Er hört einen fremden Akzent und fragt, ob wir aus Polen oder Deutschland kommen. Wir bestätigen das zweite und nun werden wir mit deutschen Sätzen bzw. Floskeln konfrontiert. Schon merkwürdig manchmal. Wir können uns losreißen.


Langsam wird es wieder dunkler. Um die Zeit noch sinnvoll nutzen zu können, verbringen wir noch einige Stunden bei McDonald's und schauen uns Folgen von der Heute-Show noch an. Zum Schluss müssen wir noch unser nächstes Nachtlager aufsuchen. In Clifton Beach werden wir fündig.


Tag 61 – 29.05.2015


Die Tage mit dem Camper werden immer weniger. Einige Dinge, wie Waschanlage, müssen noch organisiert werden. Ebenfalls benötigen wir noch für Sydney und Canberra einen Dach über den Kopf.


Also wird in der Bibliothek gesucht, recherchiert und angefragt. Ebenso müssen wir noch „unnötiges Gewicht“ loswerden. Daher fahren wir die beiden genannten Secondläden für Bücher an. Leider verläuft es nicht so, wie gehofft. Den ersten Laden gibt es schon nicht mehr und beim zweiten können nur Bücher getauscht werden. Wir entschließen uns, die Bücher zu spenden.


Auf einer Webseite haben wir gelesen, dass freitags ein Nachtmarkt in Palm Cove statt findet. Wir nutzen noch die letzten hellen Stunden, um noch die Gasflaschen zu entleeren. In Palm Cove angekommen, stellen wir fest, dass es den Markt gar nicht gibt. Die Anwohner haben davon noch nichts gehört.


Da wir schon da sind, machen wir noch einen kleinen Spaziergang am Strand entlang und essen ein Eis. Ich nehme Spongebob Schwammkopf und Markus eines mit Kokosnuss und Ananas. Meines schmeckt leider nicht so gut. Immerhin ist der Kaugummi lecker.


Wieder geht’s am Ende eines Tages, aber nicht mehr lange, zu einem stillen Plätzchen.

 

Tag 62 – 30.05.2015


Diese Nacht kommen wir nicht so recht zur Ruhe. Ich schlafe ganz schlecht. Auch nach dem Frühstück wird es nicht besser.


Wir müssen noch nachsehen, ob unsere Anfragen für Sydney und Canberra bestätigt wurden. Leider auch hier Fehlanzeige. Also noch einmal suchen. Dieses Mal klappt es für die letzten Tage in Sydney besser. Auf die Antwort für Canberra müssen wir noch warten und hoffen.


Nun wollen wir nach getaner (wichtiger) Arbeit die Bücher spenden. Es beginnt eine neue Odyssee. Das Rote Kreuz hat bereits geschlossen, sonntags gar nicht geöffnet. Wir wollen die letzten beiden Nächte vernünftig schlafen. Wir nehmen also ein letztes Mal die Gelegenheit war und gehen auf einen Campingplatz. Ganz in der Nähe gibt es noch einen Lifeline Shop, der auch bereits geschlossen und sonntags nicht geöffnet hat. Ebenso sieht es mit dem Vinnies aus. Ach, keiner will unsere Bücher haben. Wir versuchen es am Montag noch einmal, bevor wir den Camper endgültig abgeben, da es ganz in der Nähe der Abgabestation ist.


Auf dem Platz angekommen, macht Markus gleich Bekanntschaften mit zwei Franzosen, die bereits seit über einem Jahr ein Work & Travel machen. Zwischendurch regnet es mal wieder, also können wir das Auto nicht von außen säubern. Daher machen wir es von innen. Die Lagerboxen wurden schon vor uns nicht wirklich sauber gemacht, die Fenster ebenfalls nicht. Am Ende ist das Wasser schwarz, das Auto von innen sauber und riecht auch besser. Morgen müssen wir nur noch saugen und von außen abspritzen.


Die restlichen Stunden nutzen wir zum Lesen, Blog schreiben und Karten spielen. Die Dusche trägt einiges zum Wohlbefinden bei.

Am Ende haben wir unser Ziel erreicht... (Quelle: Google Maps)
Am Ende haben wir unser Ziel erreicht... (Quelle: Google Maps)

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Kommentare: 1
  • #1

    Mama Karin und Holger (Montag, 08 Juni 2015 07:27)

    Haben heute nun endlich auch diesen Blog lesen können und feststellen können, das Ihr schon sehr "Ausis" seid.... und was soll bitte die Aussage....wir haben uns schnell aus dem Staub gemacht, als ein großer Bus mit älteren Herrschaften ankam....t,t,t,...
    (grins).....es sei Euch verziehen, da Ihr den Bus so schön sauber gemacht habt (nochmal grins)
    Eure "alten Herrschaften" wünschen Euch alles Gute.