Ein großes Abenteuer


Leicht schimmern die Sonnenstrahlen schon, als ich aus meinem tiefen Schlaf aufwache. Noch ist es ruhig, doch bald herrscht hier gleich wieder das große Getümmel.

 

Ich verspüre Hunger. Erst einmal frühstücken. Noch etwas träge bewege ich mich in Richtung Speiseplatz. Mama hat, wie immer, alles bereits vorbereitet. Ich erblicke meine Lieblingsspeise. Ach, Mama ist doch die beste. Schnell verschlinge ich alles. Denn gleich kommt Sam vorbei. Dann werde ich mich in seiner Gesellschaft durch unsere wunderschöne Gegend treiben lassen. Wie schön doch Samstage sind.

 

Da, es hat geläutet. Das wird er endlich sein. Schnell fliege ich wie der Wind zur Tür. Ich reiße sie auf und drücke ihn ganz doll. „Tschüss“, rufe ich, „bis später.“ Schon bin ich mit meinem besten Freund verschwunden. Heute, so haben wir uns vorgenommen, werden wir uns den Westen unseres kleinen Reiches erkunden. Wie ich die Erkundungstouren liebe. Besser, als den ganzen Tag in der Schule zu hocken und schwachsinniges Zeug anhören zu müssen.

 

Gerade werde ich aus meinen Gedanken gerissen, als ich in der Ferne ein seltsames riesiges Wesen entdecke. Es kommt immer schneller auf mich zu. Suchend blicke ich mich um. Wo ist Sam geblieben?

 

Plötzlich merke ich einen kleinen, aber dennoch kräftigen Schubs von der Seite. Sam, natürlich. Wieder typisch. Ich zeige auf das immer noch herannahende Wesen, was ich noch nie gesehen habe. Sam bekommt ganz große Augen, sieht sich um, greift mich und zieht mich in ein sicheres Versteck aus Gras.

 

Von hier aus können wir es ganz gut beobachten. Was trägt es für eine komische Haut? Von weitem sieht es ledrig, aber dennoch enganliegend und elastisch aus.

 

Je näher es kommt, desto merkwürdigere Dinge kann ich erkennen. Die Augen sehen wie aus einem Guss gefertigt aus, als ob eine Brille seine Seehilfen wären. Auch das Atemgerät, welches mit einem langen blauen Rohr aus dem Mund bis zur Oberfläche herausragt.

 

Am Ende eben jenes Rohres kann ich eine neonpinke Spitze erkennen, die eine Öffnung hat. In der Schule haben wir darüber noch nie gesprochen. Als es gerade vorbeischwebt, hält es ein viereckiges Gerät mit einem Kreis in der Mitte in unsere Richtung. Kurz erscheint ein Blitz. Ich bin davon richtig benebelt.

 

Erstarrt vor Schreck verharren wir noch etwas. Langsam geht die Sonne unter. Es wird Zeit in mein geliebtes Heim, die Anemone, heimzukehren.

 

Datum: 24.03.2016

 Urheber: FF 3/16

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