Leben im Luxus


Ich wache auf. Die Sonne scheint. Die Zeiger der Uhr stehen auf 10:00 Uhr. Ich blicke neben mich. Mein Mann ist schon im Büro. Das wird heute wieder länger dauern. Was soll’s.

 

Ich stehe auf, gehe unter die Dusche. Lange stehe ich unter den heißen Wasserstrahlen. Ich nehme mein Lieblingsduschgel von Jil Sander. Hmmmm, dieser Duft. Schnell noch abduschen, das Handtuch umwickeln und rüber zum Ankleidezimmer.

 

Die Frage wie jeden Tag: Was ziehe ich an. Kurz auf die Uhr geschaut: 11:00 Uhr. Oh je, schon wieder eine Stunde rum. Erst einmal die Außentemperatur checken. Also zur Terrasse nach unten und das Thermometer ablesen. 9°C steht da. Ok. Ich gehe wieder hoch. Schlängle mich zu den Kleidern vor.

 

Auf welche Farbe habe ich heute Lust? Hmmm, die Sonne scheint. Was Helles wäre gut. Da, ich nehme das Chanel-Kleid in altrosa. Habe ich auch die passenden Schuhe dazu? Nein, ich glaube nicht. Oder doch?

 

Im Flur stehen ja noch die letzten Einkaufstüten. Schnell schaue ich nach, ob etwas Passendes dabei ist. Ich nehme Karton für Karton aus den Tüten, reise den Deckel auf, werfe ihn durch die Luft. Ha, wusste ich es doch. Die neuen Louis Vuittons Peeptoes passen perfekt. Ich lasse das Chaos liegen.

 

Begebe mich wieder ins Ankleidezimmer und suche nach den passenden Accessoires. Irgendwo müssen doch die Perlenohrstecker von meiner Oma sein? Ich hatte sie doch neulich schon gesehen. Wo könnten sie sein? Hier anscheinend nicht. Im Bad vielleicht? Nein, da auch nicht.

 

Egal. Ich bin mit Ursula heute verabredet. Vorm Café kann ich noch bei Tiffany & Co. vorbei und neue kaufen. Wo habe ich eigentlich meine Handtasche abgelegt? In diesem riesigen Haus findet man nie was.

 

Ein Glück, dass Maria hier alles wieder in Ordnung bringt. Für solche Lappalien habe ich keine Zeit.

 

Mein Handy piept. Auf dem Display erkenne ich eine Nachricht von Günther: „Es wird heute wieder spät. Musst mit dem Abendessen nicht auf mich warten.“ Ja, das kenne ich schon.

 

Oh Gott, es ist schon 12:30 Uhr. Jetzt muss ich aber fix los. Autoschlüssel hatte ich doch gerade noch gesehen. Da sind sie ja. Schnell springe ich in den Wagen, lasse das Verdeck runter und brause los in Richtung AEZ.

 

Dort angekommen ist es wie immer eine Katastrophe einen Parkplatz zu finden. Im Parkhaus ist eigentlich immer ein Plätzchen frei. Wagen abgestellt und schnell ins Kaufhaus rein. Wo war hier noch mal der Laden. Ach ja, im 2. OG.

 

Datum: 24.03.2016

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