Stressfrei


 

Mütze auf, Schal um den Hals wickeln, Tasche schnappen und es geht los. Schnell noch überprüfen, ob ich meinen neuen Roman eingepackt habe.

 

Ich mache die Tür zu und schließe sie ab. Gemütlich nehme ich Stufe um Stufe nach unten. Die ganze Hektik, selbst im Alltag, ist mir zu wider.

 

Die Straße ist noch relativ leer und ruhig. Das mag ich. An der U-Bahnstation angekommen, schieben sich schon die ersten Menschen die Gänge hinauf und hinunter. Kaum haben sie ihr Ziel erreicht, drängeln sie, als ob es kein Morgen mehr geben würde. Wie ich das hasse.

 

Ich entspanne da lieber. Mit einem Buch. Einfach abschotten von der Welt, dem Arbeitsalltag und träumen. Manchmal frage ich mich schon, warum ich mir das Tag für Tag antue.

 

Ich könnte ja mit dem Auto fahren. Schön alleine. Aber da ist die Situation auch nicht besser. Auto an Auto schiebt sich auf den teilweise engen Straßen mühsam vorwärts. Es wird gehupt, gemault und wild gestikuliert. Hat man dann endlich sein Ziel erreicht, fängt die Suche nach einem Parkplatz an. Auch sehr nervig.

 

Wenn ich mir dieses Szenario wieder vor Augen führe, bleibe ich doch lieber bei der U-Bahn, die morgens nicht ganz so voll ist. Und ich entspannt mein Buch lesen kann.

 

Datum: 31.03.2016

 Urheber: FF 3/16

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